MUSIKMESSE “ERSTER TAG” - Mittwoch, 06.04. (Seite 2)

Wie im letzten Jahr gab es wieder zwei nebeneinander liegende Bühnen im Zelt der Agora Stage und im Gegensatz zum Vorjahr, als sich die erste Band durch eine gefühlskalte Finsternis quälen musste, war die Location dieses Mal von Beginn gut “ausgeleuchtet”. Auf beiden Bühnen wurde erst einmal der Sound getestet. Im weiten Rund waren gerade einmal 5 Besucher - der Sound Techniker (Bild unten) begutachtete gerade sein Crest Mischpult und gab den Musikern, die sich noch hinter einem grossen Vorhang befanden, über Funk die letzten Anweisungen.

Pünktlich um 10 Uhr ging es los - die offizielle Eröffnung der Agora Stage brachte auch gleich die erste Überraschung der diesjährigen Musikmesse. Drei Jungs standen auf der Bühne und legten einen funky Rock-Groove hin, in der Mitte der Stage stand ein “buntes” Girlie mit langen Rastazöpfen und feuerrote Gitarre. Nie und nimmer war das die Metal Band “FreaKozaks” aus dem Süden Russlands! Bei der Vorankündigung zur Musikmesse hatte ich gelesen, dass diese Gruppe vom Gitarristen der deutschen Heavy Rock Band RAGE propagiert wird. Victor Smolski hatte auch das Debut Album der Russen produziert. Wer sich für die russische Metal Szene im Underground interessiert - Ende Mai gibt es dazu einen exklusiven Newsletter, der hier bestellt werden kann: Nach dem ersten instrumentalen 6minütigen Jam gab es dann mit der ersten Ansage die Auflösung des Rätsels:

”Thank You! We Are Seagall from Moscow!” erzählt die Gitarristin und los geht die undankbare Aufgabe, einen weltbewegenden Gig abzuliefern vor den paar Besuchern, die sich zu dieser “rock-untypischen Zeit” unter dem Zeltdach verirrt haben. Ein bisschen “Red Hot Chili Peppers”, etwas psychedelischer Krautrock, zweistimmige Gitarrenmelodien und zahlreiche Breaks sind die Grundelemente, mit denen die Musik des russischen Quartetts umschrieben werden kann. Am anderen Ende der Halle entdeckte ich dann VICTOR SMOLSKI, wie er sich gerade mit einem Fan unterhielt. Er erklärte mir dann, dass die für 10 Uhr eingeplante Gruppe FreaKozaks Probleme mit ihren Visa bekommen hatte und anstelle dessen die Band Seagall aus Moskau kurzfristig eingesprungen war. Ob er denn Zeit für ein kleines spontanes Interview hätte, wollte ich wissen. Ohne gross darüber nachzudenken, gab mir der Gitarrist der deutschen Heavy Metal Band “Rage” einen Termin um 11:30 Uhr am Stand bei der Firma J. Engl. Besser konnte die Musikmesse ja gar nicht anfangen. Wer mehr Bilder von SEAGALL sehen möchte oder sich für weiterführende Links interessiert , klickt einfach auf diesen Link:

VICTOR SMOLSKI von “Rage” beim Fachsimpeln mit einem seiner zahlreichen Fans. Am Freitag Nachmittag um 16 Uhr war RAGE dann selbst dran, die Agora Stage zu rocken. Ein Termin, den ich mir schon vor Wochen im Kalender angestrichen habe.

Den Interview Termin vor Augen. musste ich gleich einmal meine Pläne ändern und daher begab ich mich in die Halle 4. Diese “Lokalität” dient bereits seit etlichen Jahren den Gitarristen & Bassisten als Heimstätte. Im Foyer hatten sich auch einige Firmen “breit gemacht”, aber deren Besuch hob ich mir für einen späteren Zeitpunkt auf. Im Bild links unten die Organisation musikmachen.de und im Foto rechts hatte die Fachpresse (u. a. “Gitarre & Bass”) einen Stand bezogen.

Die ersten Firmen, die gleich “ins Auge fielen”, waren FENDER & MARSHALL, die sich wie jedes Jahr sehr günstig gleich am Halleneingang platziert hatten. Optischer Sieger war - schon alleine aufgrund der herrlichen Präsentation & der Huldigung des kürzlich verstorbenen Gitarren Heros Gary Moore - die Firma MARSHALL.

Die Webseite des Unternehmens: http://www.marshallamps.com/

 

 

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guitar24.de

Um sich die Produkte der obigen Firmen anzusehen, einfach auf das Bild klicken!

 

 

Die “Running Order” der Events & Gigs beim Marshall Stand war aber jetzt nicht unbedingt sehr aufregend. Die “Chris George Band” spielt gepflegten Blues Rock in der Tradition von Joe Bonamassa, der Gitarrist orientiert sich dabei sehr an Jimi Hendrix! Den Hannoveraner Gitarrenlehrer Ralf Sommerfeld habe ich bereits im letzten Jahr geseheh, daher schnell zum nächsten Stand quer gegenüber. Da gab es nämlich ein paar tolle Gitarrenmodelle

LUNA GUITARS ist ein Unternehmen aus Florida, das von der Glaskünstlerin Yvonne de Villiers gegründet worden ist. Sie wurde inspiriert von ihrer Mutter, die über 40 Jahre als Bassistin unterwegs gewesen war im musikalischen Universum. Auf der Webseite des Unternehmens gibt die Künstlerin einen Einblick in ihre Arbeit:
http://www.lunaguitars.com/about.php 

Es gibt akustische wie auch elektrische Gitarren oder eine Vielzahl von Ukulelen (unteres Bild), deren Oberfläche auch auf Wunsch von Kunden gestaltet wird. Die Bespielbarkeit der Gitarren ist gut, weitere Infos gibt der Division Manager Derek Badalo beispielhaft mit der Vorstellung der Telecaster Kopie “Deco TLI Red”:
http://www.lunaguitars.com/electricproduct/decotlered.php

Die nexte Station war das italienische Unternehmen CIGOGNANI, das Gitarren & Bassverstärker präsentierte. Die Produktpalette reicht ausserdem vom Röhrenverstärker bis zum Distortion- oder Overdrive-Effekt. In der Multimedia Rubrik auf der Webseite der Firma gibt es unterschiedliche Sound Beispiele:
http://www.cicognaniamps.com/?file=mp3.asp

Die diversen Möglichkeiten, die das Flagschiff Iperium H150 bietet, können anhand beispielhafter Rock Klassiker (u. a. “Back In Black” von EssiDiessi) gehört werden:
http://www.cicognaniamps.com/?file=imperiumsample.asp

Natürlich haben sich zwischen all den Gitarren- und Verstärker Firmen auch Anbieter von Accessoires platziert. Die Firma “Bull Company” (Ursula Theile GmbH aus Aldenkoven) bietet seit Jahren hochwertige Gitarrengurte.

Die Firma ZVEX EFFECTS hat sich seit Jahren auf die manuelle Fertigung von “Handmade Stompboxes” spezialist, jedes Effektgerät ist dabei ein Unikat und wird auf Kundenwunsch produziert. Im unteren Bild führt Gitarrist & Engineer Brian Howarth gerade eine von ihm selbst zusammengestellte Pedalbox vor.

Das Produktangebot reicht vom “Swamp Sound” hin über den “Funky Clean Crunch” bis zum “Brutal Death Octave Pedal”, mit dessen Sound man Wände einreissen kann - vor allem für Heavy Metal Bassisten interessant, die dadurch die Kruste der Höllenpforten aufreissen können. Allerdings haben die Boys aus Minneapolis nur einen Bruchteil ihrer Produktpalette dabei. Der Link: http://store.zvex.com/#1

Dieser süsse Verstärker hat natürlich meine Neugier erweckt, am liebsten hätte ich ihn als Präsent für Frau Dr. Music mitgenommen, aber der gute Brian erklärte mir, dass das Teil unverkäuflich sei. Es ist sein “Baby”, das er von seiner Frau (die auch den Stoffüberzug gefertigt hat) zum Geburtstag geschenkt bekommen habe.

Weiter also zum nexten Stand, an dem ich sogar “eine” alte Bekannte sah (in der hinteren Reihe die fünfte “Dame” von links), aber beim Näherkommen fiel mein Auge auf einen herrlichen Bass (das Bild darunter - beim Klick auf das Foto gibt es eine etwas grössere Ansicht!). Der Herr am Stand war allerdings leicht überfordert mit meinen Fragen: Mit schlechtem Englisch stolperte er durch ein Wirrwarr von Erklärungen und auf meine Frage, ob die unten rechts abgebildete Gitarre eine Rockabilly Gitarre sei, meinte er “Nott rilly”. ”Kann man denn auf dieser Gitarre gut Schach spielen?” fragte ich, aber daraufhin sah er mich nur verständnislos an und sagte wiederum “Nott rilly!” Für Jazz sei sie auch nur bedingt geeignet, und auf meine dritte Frage hin, mit welchen Saiten die Gitarre bestückt sei, fing er an, hektisch in einem Katalog zu blättern. Ich verriet ihm das Geheimnis, bevor ich meinen Weg fortsetzte. Es waren Saiten des Herstellers D’Addario, was aber Gitarrenfetischisten mit einem Blick auf das Foto schon lange erkannt haben.

 

 

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