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Da wo Kula Shaker einmal aufgehört haben, da machen WILL O WISP aus Italien weiter. Sie verquirlen indische Klänge mit Rock Musik, wobei der Musikfan hier aber ein dickes Heavy-Metal-Brett geboten bekommt: Donnernde Doppel „Maschinengewehr“ Bass Drums, shreddernde Soli, wie sie klangtechnisch auch ein Eddie Van Halen nicht besser hinbekommen würde und dazu noch alternierende, chromatisch auf den Saiten herumjagende Skalen, die das druckvolle kompakte Klangbild durchschneiden wie eine glühende Raubritter-Klinge.
WILL O WISP kommen aus der Schublade „Technical Death Metal“ und bieten eine 44minütige Schlachtplatte (5 Euro ins Phrasenschwein!) für intellektuelle Metzger & kapuzenvermummte Saitenhenker. Die Party fesselt von der ersten bis zu letzten Minute und bevor ich mich versehe, ist es „over & out“ und ich habe natürlich sofort die „Replay“-Taste betätigt. Zwei Ohrgasmen sind immer besser als einer, oder?
Anspieltipps vermag ich gar nicht zu geben, weil auch nach dem vierten Durchlauf jeder Titel besonders hörenswert ist und dass sich die Italiener auch jederzeit abseits der schwermetallischen Norm bewegen können, zeigt das Electro- Groove-Monster „Going Back (My Samsara)” zu Beginn des Songs, bevor die Band plötzlich nach 02:04 Minuten einen rasenden Tobsuchtsanfall bekommt: In „Kosmo“ gibt es „Didgeridoos“ und mit „Om Mani Pad Me Hum“ haben sich die italienischen Boys gar einen indischen Banghra-Klassiker vorgenommen, der aber – wen wundert’s - in der „irrlichterigen“ Fassung kaum wieder zu erkennen ist.. Nach dem kurzen (zweiten) Electro- Groover „Bardo Thodol“ gibt es ein doomiges „Toni Iommi“-Einstiexgedächtnisriff, der in den schnellsten mörderischen Hammer mündet. Schnell ist zwar nicht immer gut, aber „The Thoroughness Of Thought“ mit seinen 220 beets in der Minute bläst den Staub aus Hirn & Ohren. Ich stelle mir gerade Schlagzeuger Oinos vor, wie er auf einer Galeere den Takt vorgibt und im Rumpf rudert die Mannschaft von Schalke 04 :-))))
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